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Ratgeber · 14. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Was kostet ein Photovoltaik-Lead? Preise und Modelle

Wer Photovoltaik-Leads kaufen will, bekommt auf die Preisfrage selten eine klare Antwort. Das liegt weniger an den Anbietern als am Modell: Ein Lead ist nur dann etwas wert, wenn daraus ein Termin und später ein Auftrag wird. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie den tatsächlichen Preis pro Termin berechnen und welche Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten.

Die drei Preismodelle am Markt

Beim Kauf von Photovoltaik-Leads begegnen Ihnen im Wesentlichen drei Abrechnungsmodelle. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Risiko trägt, wenn aus einem Kontakt kein Gespräch wird.

  • Preis pro Lead: Sie zahlen für jeden Datensatz, unabhängig davon, ob der Hausbesitzer erreichbar ist oder Interesse hat. Das Risiko liegt vollständig bei Ihnen.
  • Preis pro Termin: Sie zahlen erst, wenn Ihr Vertrieb mit dem Interessenten einen Termin vereinbart hat. Anfragen ohne Termin kosten nichts. Das Risiko liegt beim Anbieter.
  • Provision auf den Auftrag: Der Anbieter erhält einen Anteil am Umsatz. In der Praxis selten, weil der Anbieter dann von Ihrer Abschlussquote abhängt und die Kontrolle verliert.

Was ein Lead beim Preis pro Datensatz wirklich kostet

Der Preis pro Lead sagt wenig aus, solange Sie nicht wissen, wie viele Leads Sie für einen Termin brauchen. Die entscheidende Kennzahl ist der Preis pro Termin, und der ergibt sich aus Leadpreis geteilt durch Terminquote.

TerminquoteLeads pro TerminPreis pro Termin
33 %3das Dreifache des Leadpreises
25 %4das Vierfache des Leadpreises
15 %6,7fast das Siebenfache des Leadpreises

Beispielwerte zur Veranschaulichung. Die Terminquote hängt stark von Exklusivität, Aktualität und der Reaktionszeit Ihres Vertriebs ab.

Die Tabelle zeigt, warum ein günstiger Lead teuer werden kann. Wird derselbe Kontakt an drei bis fünf Betriebe verkauft, sinkt die Terminquote, weil der Hausbesitzer schon mit anderen spricht. Aus einem günstigen Leadpreis wird dann schnell ein teurer Termin.

Welche Faktoren den Preis bestimmen

  • Exklusivität: Ein Lead, der nur an Sie geht, kostet mehr pro Stück und weniger pro Termin.
  • Aktualität: Anfragen, die innerhalb von Minuten weitergeleitet werden, konvertieren deutlich besser als gesammelte Datensätze vom Vortag.
  • Herkunft: Anfragen aus eigenen Kampagnen, in denen der Hausbesitzer aktiv um Kontakt bittet, sind wertvoller als Adressen aus Vergleichsportalen mit mehreren Anbietern.
  • Vorqualifizierung: Eigentum, Dachfläche, Anliegen. Je mehr vorab geklärt ist, desto höher der Preis und desto höher die Quote.
  • Region: Ballungsräume mit vielen Anbietern sind umkämpft, ländliche Regionen mit hohem Eigenheimanteil oft günstiger.
  • Menge: Größere Abnahmemengen senken den Stückpreis, binden aber Kapital und Vertriebskapazität.

Versteckte Kosten, die in keiner Preisliste stehen

Der Preis pro Datensatz ist nur ein Teil der Rechnung. Ein Vertriebsmitarbeiter, der täglich zwei Stunden unerreichbaren Kontakten hinterhertelefoniert, kostet mehr als jeder Lead. Dazu kommen Reklamationsprozesse für falsche Nummern, Mindestabnahmen, die Sie in schwachen Monaten trotzdem zahlen, und Setup-Gebühren, die sich erst nach Monaten amortisieren.

Die teuersten Leads sind nicht die mit dem höchsten Preis, sondern die, aus denen nie ein Gespräch wird.

Preis pro Termin: das Modell ohne Risiko für den Käufer

Beim Preis pro Termin dreht sich die Logik um. Sie erhalten die Anfrage, Ihr Vertrieb ruft an, und nur wenn ein Termin vereinbart wird, wird die Anfrage berechnet. Nicht erreichbar, kein Interesse mehr, falsche Nummer: nichts davon wird berechnet. Der Preis pro Termin ist damit gleichzeitig der Preis pro Ergebnis, und die Rechnung aus der Tabelle oben entfällt.

Genau so arbeitet NurTermin. Sie legen im Briefing Region und Menge fest, bekommen exklusive Photovoltaik-Anfragen per E-Mail und melden vereinbarte Termine zurück. Nur diese stehen auf der Rechnung.

Fünf Fragen an jeden Lead-Anbieter

  • Ist der Lead exklusiv, oder wird derselbe Kontakt an weitere Betriebe verkauft?
  • Woher stammt die Anfrage, und hat der Hausbesitzer aktiv um Kontakt gebeten?
  • Was passiert, wenn der Kunde nicht erreichbar ist oder kein Interesse mehr hat?
  • Gibt es eine Mindestabnahme, eine Vertragslaufzeit oder Setup-Gebühren?
  • Wie schnell nach Eingang wird die Anfrage weitergeleitet?

Wer diese fünf Fragen stellt, erkennt schnell, ob der genannte Preis pro Lead ein guter Preis pro Termin ist.

Häufige Fragen

Was kostet ein Photovoltaik-Lead im Durchschnitt?
Es gibt keinen Durchschnitt, der Ihnen hilft. Entscheidend ist der Preis pro Termin: Leadpreis geteilt durch Terminquote. Zwei Anbieter mit demselben Leadpreis können sich beim Preis pro Termin um den Faktor zwei unterscheiden.
Sind teure Leads automatisch besser?
Nein. Teuer wird ein Lead durch Exklusivität und Vorqualifizierung sinnvoll, durch Mehrfachverkauf und alte Datensätze nicht. Fragen Sie nach Herkunft und Exklusivität, nicht nur nach dem Preis.
Was bedeutet Preis pro Termin bei NurTermin konkret?
Sie zahlen nur Anfragen, aus denen Ihr Vertrieb einen Termin vereinbart hat. Den Preis pro Termin legen wir im Angebot fest, bevor die erste Anfrage kommt. Alle anderen Anfragen kosten nichts.